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Vor- und Nachteile der Insulinpumpentherapie

Ein wesentlicher Vorteil der Pumpentherapie ist, dass die Basalrate der Pumpe die normale Funktion der Bauchspeicheldrüse besser nachahmen kann als eine Spritzentherapie.
Insgesamt verringert sich der Insulinbedarf mit der Pumpentherapie um 10 – 30% des vorherigen Bedarfs.

Die Basalrate wird aus dem bisherigen Gesamtinsulin errechnet und in die Pumpe eingespeichert,
die dann in jeder Stunde einen kleinen Teil, der ebenfalls auf die individuellen Ansprüche jedes Diabetikers abgestimmt ist, abgibt.
WICHTIG: Die Basalrate regelt nur den Insulinbedarf ohne Essen, für die BE muss zusätzlich per "Knopfdruck" noch Insulin abgegeben werden. Dies ist der sogenannte „Bolus“.

Ein weiterer Vorteil ist, dass die Pumpe kontinuierlich Insulin abgibt und man dadurch morgens ausschlafen kann.
Auch muss man sich nicht so oft stechen. Das Infusionsset muss nur alle 2 bis 3 Tage gewechselt werden (Stahlkatheter alle 2, Teflonkatheter alle 2 bis 3 Tage).



Stahlkatheter:

Stahlkatheter



Teflonkathter:

Teflonkathter


Durch die Pumpentherapie kann es zu einer Abnahme der (schweren) Hypoglykämien kommen, was häufig auch zu einer besseren Wahrnehmung der Symptome führt.

Des Weiteren kann spontaner auf Aktivitäten und besondere Ereignisse reagiert werden werden, wie z.B. Sport, Menstruation oder Krankheit. Durch das kurzwirksame Insulin ist keine langfristige Planung vorher notwendig.

So kann die Basalrate einfach prozentual gesenkt werden oder aber bei sehr hoher körperlicher Belastung die Pumpe für bis zu 2 Stunden auch manchmal ganz abgenommen werden.

Natürlich muss auch bei der Pumpentherapie der Blutzucker weiterhin gemessen werden! Eine Pumpe kann viel, aber nicht alles, sie kann auch nicht von alleine auf Schwankungen des Blutzuckers reagieren, daher muss weiterhin eine Selbstkontrolle des Blutzuckers erfolgen.

Selbstverständlich gibt es auch einige Nachteile, so kann muss man sich dessen bewusst sein, dass man immer ein kleines Ding bei sich haben muss – doch haben wir nicht sowieso ständig Handy oder iPod dabei, was uns auch nicht stört?

Auch beim Schlafen stellt die Pumpe kein Problem dar. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Pumpe am Körper zu befestigen. Man kann sie auch einfach im Bett liegen lassen - die Pumpe dreht sich mit und wird von den meisten nicht als störend empfunden.

Ein etwas heikler Punkt ist die leichter Abrutschgefahr in eine Ketoazidose, da, sollte zum Beispiel der Katheder oder ein anderes Pumpenteil undicht oder verstopft sein, keine Insulinreserve im Körper vorhanden ist, wie es bei der Spritzentherapie durch das Basalinsulin ist (Wirkdauer bis zu 24 Stunden, je nach Insulin).

Außerdem kann es bei nicht regelmäßigem Wechseln des Katheters und der Einstichstelle zu einer verminderten Insulinwirkung, Entzündungen oder Verhärtungen an der Einstichstelle, Verdickung des Unterhautfettgewebes oder zu einer erhöhten Infektionsgefahr (Abszesse) kommen. Dem kann natürlich durch ordentliches Wechseln und die vorherige Desinfektion entgegengewirkt werden.



Hier noch ein paar aktuelle Modelle - da sollte für jeden Geschmack was dabei sein,
einige gibt es auch in verschiedenen Farben.



Medtronic Paradigm Veo 754

Medtronic



Animas IR 2020

Animas



Accu-Chek Combo

Spirit



Accu-Chek D-TRON PLUS

D-Tron


Quelle : - Katharina Lüftner, Diabetes-Teens.net
- Bilder von Medtronic GmbH, DiaShop
- Katarina Braune, cand. med.