Ketoazidose
Wodurch entsteht sie?
Entstehen kann eine Ketose/Ketoazidose durch:
- nicht bemerkte Hyperglykämie
- nicht beachtete Hyperglykämie
- nicht korrigierte Hyperglykämie
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mmol/l |
mg/dl |
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Hypoglykämie / Unterzuckerung |
< 3,5 |
< 63 |
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Normoglykämie / Normalwert |
3,5 - 8,0 |
63 - 144 |
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Hyperglykämie / Überzuckerung |
> 8,0 |
> 144 |
Was ist das?
Ketose:
Bei Insulinmangel baut der Körper vermehrt Fett ab, dabei entstehen
giftige Abbauprodukte (Ketonkörper), die dann mit dem Urin und mit der ausgeatmeten Luft
ausgeschieden werden. Azeton kann man mit Azetonteststreifen im Urin messen und es lässt sich auch riechen. Der Geruch von Azeton ähnelt dem von Nagellack-Entferner (damit die Jungs auch etwas damit anfangen können: wie Apfelmost oder im entfernteren Sinne wie faules Obst).
Ketoazidose:
Wenn im Körper Fett abgebaut wird, und die entstandenen Ketonkörper nicht wieder abgebaut werden können, werden Säuren in den Blutkreislauf freigesetzt. So kommt es schnell zu einer Übersäuerung des Blutes. Dieser Zustand ist für den Körper sehr gefährlich! Eine Ketoazidose kann bis zum Koma (coma diabeticum) und sogar zum Tod führen. In diesem Fall müsst ihr schnell und überlegt handeln, und euch Hilfe holen.
Symptome:
- Bauchschmerzen
- Übelkeit
- Durst
- Brechreiz, Erbrechen, Brechdurchfall
- Azetongeruch im Atem
- tiefe, schwere Atmung
- Muskelschmerzen, Muskelschwere
- Müdigkeit, Gleichgültigkeit, Abgeschlagenheit
Was tun im Falle einer Ketoazidose?
- Insulinabgabe, wie mit dem Arzt besprochen (Standardregel : 20% der Tagesgesamtdosis)
- viel trinken (1 Liter pro Stunde)
- Ruhe bewahren, NICHT schlafen legen, wenn möglich nicht alleine sein
- KEINE körperlichen Aktivitäten
- stündliche Blutzuckerkontrollen
- Azetontest alle 2 Stunden
- bei Unsicherheit umgehend Arzt bzw. Notarzt anrufen
Ist eine Ketoazidose für Pumpenträger gefährlicher?
Während bei einer Insulintherapie mit Spritzen (ICT, CT) durch das langwirksame Basalinsulin immer etwas wirksames Insulin im Körper ist, kann es bei der Pumpentherapie schnell passieren, dass sich überhaupt kein wirksames Insulin mehr im Körper befindet. Der Basalbedarf an Insulin wird bei der Pumpentherapie durch stündliche Abgaben kurzwirksamen Insulins abgedeckt. Ist der Pumpenkatheter verstopft, das Reservoir leer oder irgendein anderer Mangel am Infusionsset vorhanden, befindet sich noch für maximal 2-3 Stunden Insulin im Körper. Danach gerät man in einen absoluten Insulinmangel, die Gefahr, eine Ketoazidose zu bekommen, ist also viel höher. Pumpenträger müssen also besonders aufmerksam sein und gut über die Ketoazidose bescheid wissen.
Bei anhaltend hohen Blutzuckerwerten, die sich nicht durch begründen lassen, und/oder Verdacht auf Ketoazidose sollte das komplette Infusionsset gewechselt werden und das Korrekturinsulin per Spritze/Pen zugeführt werden.
| Quelle : | - diabetes-world.net |
| - Katharina Lüftner, Diabetes-Teens.net | |
| - Katarina Braune, cand. med. |